Der Begriff „Amor Mundi“ wurde von Hannah Arendt geprägt. Er bedeutet „Liebe zur Welt“. Damit ist keine schwärmerische, blinde Liebe gemeint, sondern eine kritische Auseinandersetzung mit der Welt.
Die Aussage „Die Welt ist nicht heil – aber heilbar“ wird Viktor Frankl zugeschrieben. Wenn Frankl sagt „Die Welt ist nicht heil“, dann meint er damit, dass unsere Welt nicht perfekt ist. Sie ist voller Schmerz, Ungerechtigkeiten und Leid. Auf diese ernüchternde Feststellung erfolgt jedoch ein positiver Ausblick. Die Welt ist nicht verloren. Sie ist heilbar und Veränderung ist möglich – für das einzelne Individuum genauso wie für unsere Gesellschaft. Dazu bedarf es jedoch Engagement, Mut, Mitgefühl, Verantwortung und Wissen, denn – um das Richtige zu tun, muss man zuerst verstehen, muss man sich informieren, muss man sich Zeit nehmen.
„Amor Mundi und unsere nicht heile – aber heilbare Welt“ soll den Grundstock an Wissen vermitteln, der notwendig ist, um sich mit unserer Welt kritisch auseinanderzusetzen zu können. Gleichzeitig soll es Werte fördern wie: Gemeinschaft, Vielfalt, Liebe, Vernunft, Frieden und Gerechtigkeit.
Die Menschheit steht kurz davor die Kontrolle zu verlieren – über die neuen Technologien, über das Finanzwesen und über viele andere Dinge. Die zahlreichen Krisen unserer Zeit wurzeln in diesem beginnenden Kontrollverlust. Das Buch soll ermutigen Verantwortung zu übernehmen – für unser Gemeinwesen, für die kommenden Generationen und für unsere Erde. Die Welt zu einem besseren, friedlicheren Ort zu machen ist einfach – und doch so schwer. Wir brauchen dazu keine neuen Technologien, keine neuen gesellschaftlichen Systeme und schon gar keine Uraltideologien mit „starken“ Männern, die bisher immer kläglich gescheitert sind. Die notwendige Veränderung muss in unseren Köpfen stattfinden. Wir müssen den Rahmen unseres Denkens verändern – um mit unseren Mitmenschen und der uns umgebenden Welt in Frieden und Harmonie zu leben. Der Wandel muss auf geistiger Ebene erfolgen. Bildung ist dazu unerlässlich!